Dienstag, 8. November 2011

Neuss. Kreisstadt mit 150000 Einwohnern. In Nordrhein-Westfahlen am Rhein zwischen Düsseldorf und Köln gelegen. Dort bin ich geboren, aufgewachsen und habe die ersten 25 Jahre meines Lebens verbracht. Das Scheitern meiner ersten Liebe, der Tod meines Vaters, diese Stadt symbolisiert all das für mich. Ich fühlte mich dort schon lange nicht mehr wohl.
"Weg" war mein Ziel, "Raus" mein Gedanke.
Und dann war ich im Mai 2010 das erste Mal für 3 Tage in der Stadt, die mich so begeistern sollte, wie es schon lange nicht mehr der Fall für irgendetwas gewesen war.
Berlin. Millionen Möglichkeiten. Millionen Ideen. 3,5 Millionen Menschen.
Nach meinem ersten Besuch in der Hauptstadt wusste ich: Das ist die Stadt, in der ich sein kann. In der ich sein möchte.
Im August fuhr ich wieder hin und mein Eindruck bestätigte sich noch mehr. Also fing ich an, Bewerbungen zu schreiben und mich weiter zu informieren. Meine Freunde in Berlin freuten sich riesig, meine Freunde in Neuss weniger. Meine Mutter war traurig und versuchte einmal noch, mich umzustimmen mit Wuppertal (ja ne, is klar) Mittlerweile wusste mein komplettes Umfeld von meinen Umzugsplänen und somit kamen Fragen über Fragen. Warum Berlin? Warum jetzt? Wie sieht die berufliche Situation aus? Hast du schon eine Wohnung?
Ich hatte mir fest vorgenommen, erst nach einer Wohnung zu suchen, wenn ich auch eine Stelle hätte. Ohne Arbeit wäre ich nicht gegangen, das stand fest. Am 26.06.2011 war es dann soweit und ich hatte den heiß-ersehnten Arbeitsvertrag in der Tasche.
Mein Traum konnte jetzt wirklich losgehen....

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Papa


Mein Papa.
Mein Papa war ein toller Mann. Zumindest weiß ich das aus Erinnerungen und Erzählungen.
Er ist mit 40 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Bumms Bäng Poof..
Einfach weg. An einem regnerischem Mai-Mittwoch 1997.
Durch Aquaplaning auf der Autobahn in die Leitplanke gerauscht und der nachkommende LKW konnte nicht mehr bremsen.
Soweit ich weiß waren die letzten Worte meines Papas mein Name und der Name meiner Mutter.
Er hat noch einige Stunden gekämpft, erst am Unfallort und dann im Krankenhaus, aber die inneren Verletzungen waren zu schlimm.
Es ist so unfair, denke ich manchmal. Es gibt immer noch tausend Sachen, die ich ihn fragen möchte. Tausend Themen, die ich nie mit ihm diskutieren kann. Er kann sich nie über einen Mann in meinem Leben ärgern. Ich kann ihm nie zeigen, was für eine Person ich bin. Als Kind bist du ein Kind und dein Vater liebt dich, ganz klar.
Aber würde er auch mit mir als "fertige" Person klar kommen? Würden wir dieselben Ansichten teilen? Oder wäre es ganz anders? Dass er mich lieb hatte, weiß ich. Aber nichts desto trotz bleibt immer dieses kleine "was wäre gewesen wenn"?
Hätte mein Vater überlebt, sähe mein Leben wohl ganz anders aus. Er wäre für immer ein Pflegefall gewesen undhätte nur noch vegetiert. Er hätte weder mich, noch meine Mutter erkannt. Deswegen bin ich "froh" dass es so ist, wie es ist.
Er war Beamter beim Land NRW, des weiteren war der Unfall auf einer arbeitsbezogenen Fahrt. Ohne das Geld, das uns damals zustand, wären viele Dinge niemals möglich gewesen. So konnten wir über Weihnachten flüchten und mussten an diesen Tagen nicht mit der Familie umgehen, das war nur gesund. Mit dem Geld konnte ich mein Auslandsjahr in der Oberstufe wahr machen, 9 Monate Texas. Ironisch, dass der Mann der mit Bus und Bahn zur Arbeit fuhr, während der Arbeit einen tödlichen Autounfall hatte.
Ohne den Tod meines Papas wäre ich wohl heute nicht der Mensch der ich bin. Positiv wie auch negativ.

Vielleicht wusste ich es damals an dem Morgen, dass ich ihn nie lebendig wiedersehen würde. Denn genau an diesem bestimmten Morgen bin ich ihm das erste Mal seit langem hinterhergelaufen um ihn nochmal zu "knutschern" und umarmen.

Freitag, 14. Oktober 2011

bitch

Berlin. Du sitzt hier, im Herbst, bei Regen und Schmuddelwetter. In der neuen Stadt. In der neuen Heimat. Und eigentlich ist es auch ok. Eigentlich geht es dir gut, du hast eine schöne Wohnung, deine Arbeitskollegen sind nett, der Job an sich ok und du hast auch direkt um die Ecke zwei gute Freunde wohnen.
Und doch laufen die Tränen, denn du weißt, dass irgendwas fehlt.
Sie fehlt.

Sie. Die Person, mit der du alles teilst. Von der die Entzugserscheinungen immer größer werden. Bei der du Angst hast, dass du sie beim nächsten Wiedersehen schon nicht mehr erkennen wirst. Dass man sich verändert hat. Ihr habt fast jedes Wochenende miteinander verbracht und wenn nicht, dann schon auf das nächste gefiebert. Wobei ihr gar nichts großartiges gemacht habt. Einen Harry-Marathon mit anschliessender großer Diskussion. Oder auch mal die ein oder andere Folge Gilmore Girls. Canasta zocken. Spiel des Wissens spielen, bei dem in der UdSSR noch der Rubel rollt. Früh ins Bett und dann doch noch bis zum Morgengrauen quatschen. Sich gegenseitig ausstechen beim Spiel "Hab einen", wo der andere raten muss, welche Person man sich gerade ausgedacht hat. Aber nur Männer. Musiker, Schauspieler, Politiker, Romanfiguren, was auch immer.

Mitternacht-Margeritas um 21 Uhr trinken und feststellen, dass sie zum Kotzen schmecken.

Stundenlang im gleichen Raum sein und doch nicht reden.

Einander ansehen und wissen, was der andere denkt.

Verständnis und Unterstützung, bedingungslos und rund um die Uhr.

Solange lachen, bis der Bauch weh tut und man Pipi muss.

Solange weinen, bis der Schmerz erstmal wieder gut weggesperrt ist.

Ich frage, wie nah kann die Liebe an eine Freundschaft heran kommen? Kann sie dasselbe? Kann die Liebe das gleiche Gefühl auslösen, wie meine Freundschaft zu dir? Ich weiß es nicht mehr, ich war lange nicht mehr verliebt. Ich weiß nur eins ganz sicher. Dass ich dich vermisse. Jeden Tag ein kleines Stückchen mehr. Wir telefonieren, wir schreiben Nachrichten und das alles. Und doch fehlt was.
Dass sich die Entfernung auf unsere Freundschaft auswirken würde, war uns beiden klar. Aber dass Entfernung so eine Bitch sein Kann, übverrascht dann doch.

Ich weiß, dass wir zu gut befreundet sind, um einfach sang- und klanglos auseinander zu gehen. Um irgendwann dann einfach nicht mehr voneinander zu hören. Das wird nicht passieren, dessen bin ich mir sicher.

Aber es ist, wie es ist. Ich vermisse dich. Noch 70 Tage...

Donnerstag, 8. September 2011

endlich!

sooooo... die kommunikation zur aussenwelt ist endlich wieder hergestellt.
HALLELUJA!!!
Bin ich froh, dass der schnuckelige kabel-deutschland herr heute da war. danach habe ich mich mit dem wlan-router rumgeplagt und ihn fast in die ecke geknallt. aber es funktioniert. ich habe internet und mein iphone ist auch mit dabei. mein telefon ist auch supidupi und funktioniert.
ugh, trotzdem bin ich momentan etwas genervt, ich kann es nicht verhindern. arbeit ist gut, aber die arbeit nervt ja auch nicht. meine kids sind easy und alle lieb und hey, morgen ist schon wieder freitag :D irgendwie bin ich trotzdem so määäh drauf, ich weiss auch nicht. aber es wird wieder, da bin ich mir ganz sicher.
am wochenende werde ich endlich meinen "kleiderschrank" besorgen, die idee mit den 3 kellerregalen ist endlich in angriff genommen. und wenn ich schon mal bei ikea bin, kann ich auch direkt die bücherregale und die bennos besorgen, gell?
ach, eigentlich gehts mir ja gut, aber irgendwie trotzdem so blah. und deswegen lass ich es jetzt einfach und verlasse den rechner, um pennen zu gehen...



vielleicht lese ich aber auch einfach noch etwas :)

Freitag, 26. August 2011

Hier bin ich mal wieder. Ich schreibe zuhause und lade dann bei Freunden hoch, da ich leider noch kein Internet habe in der neuen Wohnung. Ich fühle mich hier sehr wohl, allerdings ist es noch ungewohnt und viele Dinge fehlen noch, wie Bücherregale, Couchtisch und Kühlschrank. Und den Kleiderschrank nicht zu vergessen und die Waschmaschine, die noch nicht angeschlossen ist..

Aber das wird noch. Ich bin guter Dinge

Auf Arbeit ist viel los, aber auch da fühle ich mich mit meinen Kolleginnen gut. Mit Eimear und Yanina habe ich viel Spaß und ich komme ausreichend dazu, mein Englisch zu trainieren Rebecca ist auch sehr nett, ein richtiges California-Girl hihi

Mein Kabelanschluss ist schon frei, aber der doofe Fernseher will nicht so, wie ich will und das nervt ziemlich. Er speichert die Programme einfach nicht ab, die er gefunden hat, so eine Kacke. Aber ich reg mich jetzt erst mal nicht weiter auf.

Internet wird wohl noch ein wenig dauern und dann bin ich endlich wieder online

So, da ich jetzt noch verabredet bin, werd ich jetzt mal losmachen. Bis dann

Donnerstag, 28. Juli 2011

omg

ich habe vor circa einer stunde meinen mietvertrag unterschrieben!
es ist eine wirklich tolle wohnung und ich muss nur streichen und bekomme sogar die farbe gestellt, einfach der hammer!!! mit einem monat mietfrei und der fussboden der drin ist ist gut, der passt im wohnzimmer sogarin mein fabrschema! yay!!!
und jetzt kommt der absolute hammer!! es ist ein penthouse! yay yay yay! ja, wie der unter dem dach aber ein groooßer balkon dabei und im bad neue heizkörper, die fenster sind im wz neu und es ist eine wirklich hübsche küche dabei, die ist zwar nicht riesig, aber größer als die letzte allemal. in einem schönen hellblau und mit herd drin und platz für waschmaschine. ich bin soooo happy :)

der größte schocker war, dass ich eigentlich für eine andere da war und der herr dann aber sagt,e dass diese wegen wasserschaden nicht vermietbar ist und ich schon richtig mies drauf war und am liebsten geheult hätte..

aber jetzt ist es gut und ich freue mich einfach nur..

Mittwoch, 20. Juli 2011

Ich bin vielleicht platt..Ich habe die letzten zwei Tage nach der Arbeit jeweils Kisten gepackt, mein Zeug ausgemüllt, gesaugt, geputzt gemacht und getan. dabei heraus kam das:



32 Kisten bis jetzt gepackt, so um die 3-4 werden wohl noch dazu kommen. Ich bin so dankbar, dass ich eine ganz tolle beste Freundin habe, die mit ihrer Mum gestern mit mir gearbeitet haben. Und an meine Mum auch ein ganz großes Danke, sie hat heute die Küche ausgeräumt und "Übergabe"-fertig gemacht, musste ihr versprechen, sie nur noch zum putzen zu betreten *grins* Fertig bin ich noch lange nicht, ich muss noch ein paar Kisten packen, Wäsche waschen usw, aber ich sehe ein Licht am Ende des Tunnels. Als ich gestern inmitten des größten Chaos saß, dachte ich NIE, dass das alles klappen würde mit einräumen usw. Und jetzt das.
Das alles ist schön und gut, nur gibt es ein Problem... Ich habe in Berlin immer noch keine Wohnung. Meine hier ist bis zum 31.08. fest, aber die Wohnung, auf die ich mich beworben habe, ist erst ab dem 01.09. frei usw und so fort. Mir geht der Arsch ein bisschen auf Grundeis, um es mal so auszudrücken...Meine Muckels sind ja schon im Umzugs-Urlaub, heute mit Monika gesprochen, sie hat gottseidank den Platz im Zeitplan und die Muckels können auch bis Anfang/Mitte September bei ihr wohnen.. da ist mir ein Riesenstein vom Herzen geplumpst und ich bin echt happy, so eine tolle, nette und kompetente "Kaninchen-Tante" zu haben. Hier mal der Link zu der Tierpension, eine gute ist ja wirklich sehr schwer zu finden :
http://www.monis-tierpension.de/#/startseite


Jetzt werde ich mich vielleicht noch in die Badewanne legen, damit ich morgen überhaupt noch aufstehen kann. Ich bin kaputt, aber zufrieden.

Donnerstag, 7. Juli 2011


lustiges und ernsthaftes...
habe mich heute nach der arbeit mit zwei ehemaligen und wirklich lieben Kolleginnen getroffen und haben geklönt, geklönt, geklönt....
von halb sechs bis grade eben von eltern, vorbeilaufenden, berlin (was man so alles wissen will o_O) und so weiter und so fort...
irgendwann musste das gespräch ja auf meine mum kommen. wir haben seit märz keinen kontakt mehr und das tut mir ganz gut. viele dinge sind gewesen. vergangenheiten sind nicht besprochen/geklärt. aber durch den weiten umzug habe ich kontakt aufgenommen und morgen sehen wir uns.
seit tagen stoße ich auf, habe magen-darm (stressbedingt) und auch sonst gehts mir nicht gut. launisch, etc.
gespannt bin ich, wie sie auf berlin reagiert, wie sie auf mich generell reagiert und ob sie irgendwo einen fitzel verstanden hat, oder sich generell gedanken gemacht hat, warum ich mit ihr nicht spreche.
so, morgen mehr. ich bin kaputt...

Mittwoch, 6. Juli 2011

Huch, ich hab ja noch ein Blog.. ist es "ein" Blog, "einen" Blog oder einfach nur Blog? hmmm.
Keine Ahnung.
Ich schreibe, wie die Schnauze gewachsen ist. ich kann sowohl rechtschreibung, als auch großschreibung, nur mit dem bock haperts immer so ein wenig. der bock hat sich bei mir auch hier eingeschlichen bzw. eben nicht.
Ich versuche, regelmäßig zu schreiben.
Aber jetzt erst mal weiter im text.
momentan dabei, den umzug nach berlin zu organisieren und zu machen und zu tun und *puuuh*
wenn der ganze kram hinter mir ist, mache ich 3 kreuze und habe mir urlaub redlich verdient.
den ich dieses jahr aber nicht bekommen werde, denn ich hab eine urlaubssperre :(
aber das ist nicht so schlimm, ich freu mich auch so schon auf die neue stelle, die neue stadt, die neuen leute usw usw..